Schnittmodell eines
Absorptions-Schalldämpfers
Schnittmodell eines
Reflexions-Schalldämpfers
Schnittmodell eines
Kombinations-Schalldämpfers
Schall absorbieren.
Schall reflektieren.
Um das Abgasgeräusch zu dämpfen, stehen prinzipiell zwei Möglichkeiten zur Verfügung: Absorption und Reflexion des Schalls. Daraus haben sich in der Schalldämpfertechnik drei Bauweisen entwickelt.
Absorptions-Schalldämpfer
Das älteste, heute noch eingesetzte Schalldämpfungssystem absorbiert den Lärm mit Hilfe von Dämmwolle (Basalt- oder Glaswolle). Die Schallenergie wird hier durch die Reibung an den Schallschluckstoffen in Wärme umgewandelt.
Der Schalldämpfer bleibt durch die isolierende Wirkung der Dämmstoffe relativ kalt und begünstigt so die Bildung aggressiver Kondensate. Aus diesem Grund sollten Nachschalldämpfer nicht nach dem Absorptions-Prinzip gebaut werden.
Reflexions-Schalldämpfer
Reflexionen an den Wänden halten bei diesem Schalldämpfertypus die Schallwellen auf. Durch die längere Verweildauer im Schalldämpferkörper und das Zusammenspiel mit perforierten Rohren und Drosseln entsteht ein gedämpfter Abgasstrom.
Reflexionsschalldämpfer haben zwar den „Schall im Griff“, lassen aber meistens durch ihre Konstruktion Staustufen entstehen, an denen sich Kondensat sammeln kann. Ungünstige Strömungsverhältnisse sorgen zusätzlich dafür, dass dieses Kondensat nur bei entsprechend hohen Temperaturen verdunstet.
Kombinations-Schalldämpfer
Die Dämpfungseigenschaften beider Systeme nutzt diese Schalldämpfervariante.
Neben den positiven Eigenschaften werden hier aber auch die spezifischen Nachteile im Korrosionsverhalten von Absorptions- und Reflexionsprinzip kombiniert.
